Titelgrafik: stilisierte Gaming-Maus in Draufsicht mit blauem Leuchtrand auf einem Mauspad, umgeben von Kreisen und Bewegungslinien

Gaming-Maus kaufen: Worauf es ankommt – Kaufberatung mit Beispielmodellen

Form, Gewicht, Sensor, DPI, Abtastrate, Kabel oder kabellos: So findest du die passende Gaming-Maus – mit vier Beispielmodellen nach Einsatzzweck.

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Inhalt
  1. Die wichtigsten Kriterien im Überblick
  2. Welche Maus passt zu welchem Spiel?
  3. Vier Beispielmodelle nach Einsatzzweck
  4. Die Modelle im Vergleich
  5. Checkliste vor dem Kauf
  6. Häufige Fragen

Die „beste Gaming-Maus“ gibt es nicht – es gibt nur die Maus, die zu deiner Hand, deinem Griff und deinen Spielen passt. In dieser Kaufberatung erfährst du, welche Eigenschaften wirklich zählen und welche Datenblatt-Werte du getrost ignorieren kannst. Am Ende findest du vier bekannte Modelle, sortiert nach Einsatzzweck.

Transparenz: Wir haben die genannten Mäuse nicht selbst getestet. Die technischen Daten stammen aus den Angaben der Hersteller (Stand: September 2026). Preise nennen wir bewusst nicht, weil sie sich ständig ändern – den aktuellen Preis siehst du direkt bei Amazon.

Die wichtigsten Kriterien im Überblick

1. Form und Griff

Die Form ist das wichtigste Kriterium, weil du sie bei jeder Bewegung spürst. Grob gibt es zwei Bauarten:

  • Ergonomische Mäuse sind auf eine Hand zugeschnitten (meist rechts) und stützen die Hand seitlich ab.
  • Symmetrische Mäuse sind auf beiden Seiten gleich geformt. Viele davon haben die Seitentasten trotzdem nur links – achte darauf, falls du Linkshänder bist.
Zwei Mäuse in Draufsicht im Vergleich: links eine symmetrische Maus mit gestrichelter Mittelachse, beide Seiten gleich geformt; rechts eine ergonomische Maus mit Daumenmulde, auf eine Hand zugeschnitten.
Symmetrisch oder ergonomisch: die zwei grundlegenden Bauformen

Dazu kommt dein Griff: Beim Palm-Grip liegt die ganze Hand auf der Maus, beim Claw-Grip sind die Finger angewinkelt und nur Handballen und Fingerspitzen berühren die Maus, beim Fingertip-Grip führst du die Maus nur mit den Fingerspitzen. Für Palm-Grip passen eher größere Mäuse mit hohem Rücken, für Fingertip eher kleine und leichte. Wenn du unsicher bist: Miss deine Hand (Handballen bis Spitze Mittelfinger) und vergleiche mit den Maßen, die die Hersteller angeben.

Drei Mäuse in Draufsicht mit gelb markierten Kontaktflächen: Beim Palm-Grip liegt die ganze Hand auf, beim Claw-Grip berühren nur Handballen und Fingerspitzen die Maus, beim Fingertip-Grip nur die Fingerspitzen.
Palm, Claw oder Fingertip: So unterscheiden sich die Kontaktflächen

2. Gewicht

Leichte Mäuse lassen sich schneller bewegen und abstoppen. Das kommt vor allem Shootern wie Valorant oder CS2 entgegen, wo du oft große Bewegungen mit niedriger Empfindlichkeit machst. Schwerere Mäuse fühlen sich für manche Spieler kontrollierter an. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Zur Einordnung: Die beiden leichtesten Beispielmodelle weiter unten wiegen laut Hersteller 59 und 60 g, die beiden schwersten 89 und 99 g.

3. Kabel oder kabellos

Moderne Funkmäuse mit eigenem USB-Empfänger sind auch im E-Sport verbreitet. Logitech gibt für seine LIGHTSPEED-Technik zum Beispiel eine Reaktionszeit von 1 ms an. Die Unterschiede liegen heute eher im Alltag:

  • Kabellos: kein Kabelzug, aber du musst laden oder Batterien wechseln.
  • Kabelgebunden: nie leerer Akku, kein Empfänger nötig. Ein flexibles Kabel oder ein Maus-Bungee reduzieren den Kabelzug.
Vergleichsgrafik: links eine kabelgebundene Maus – nie leerer Akku, kein Empfänger nötig; rechts eine kabellose Maus mit USB-Empfänger und Funksignal – kein Kabelzug, aber laden oder Batterie wechseln.
Kabel oder Funk: Die Unterschiede liegen heute vor allem im Alltag

4. Sensor und DPI

DPI (auch CPI) gibt an, wie weit sich der Cursor pro Zoll Mausbewegung bewegt. Maximalwerte von 25.000 DPI und mehr sind vor allem ein Werbewert – im Spiel stellen die meisten Spieler viel niedrigere Werte ein. Wichtiger ist, dass der Sensor sauber und ohne Beschleunigung, Glättung oder Filterung arbeitet. Logitech gibt das etwa für seine HERO-Sensoren ausdrücklich an.

5. Abtastrate (Polling Rate)

Die Abtastrate gibt an, wie oft die Maus pro Sekunde ihre Position an den PC meldet. 1000 Hz ist Standard, einige Mäuse schaffen 4000 oder 8000 Hz. Höhere Raten können die Eingabe minimal direkter machen, belasten aber auch den Prozessor stärker. Razer stellt zum Beispiel bei der DeathAdder V3 ab Werk 1000 Hz ein, 8000 Hz lassen sich per Software wählen. Für die meisten Spieler reicht 1000 Hz.

6. Tasten und Software

Für Shooter reichen die zwei Haupttasten, das Mausrad und zwei Daumentasten. In MMOs oder MOBAs können zusätzliche Tasten praktisch sein, zum Beispiel für Items oder Makros. Achte außerdem auf einen Onboard-Speicher: Dann bleiben DPI- und Tasteneinstellungen in der Maus gespeichert, auch an einem anderen PC.

Welche Maus passt zu welchem Spiel?

  • Taktik-Shooter (Valorant, CS2): leicht, zuverlässiger Sensor, Form passend zu deinem Griff. Extra-Tasten brauchst du kaum. Wie das Ranked-System in Valorant funktioniert, erklären wir in Valorant Ränge erklärt.
  • MOBAs (League of Legends): Das Gewicht spielt eine kleinere Rolle, weil du vor allem klickst statt zielst. Komfort über lange Sessions und gut erreichbare Zusatztasten sind wichtiger. Alles zu den Rängen findest du in LoL Ränge erklärt.
  • MMOs und Allround: viele programmierbare Tasten, ein gutes Mausrad und bequeme Form.

Vier Beispielmodelle nach Einsatzzweck

Die folgenden Mäuse sind bekannte Modelle großer Hersteller, die sich in wichtigen Eigenschaften deutlich unterscheiden. Sie sind keine Testsieger, sondern Beispiele für die jeweilige Kategorie.

Beispielmodell

Kabellos für kleines Budget: Logitech G305 LIGHTSPEED

Die G305 ist eine Funkmaus, die mit einer AA-Batterie läuft statt mit einem Akku.

Verbindung
kabellos (LIGHTSPEED, USB-Empfänger)
Sensor
HERO, 200–12.000 DPI
Gewicht
99 g
Tasten
6 programmierbare Tasten
Laufzeit
bis zu 250 Stunden (1 AA-Batterie)

Passt zu dir, wenn du kabellos spielen willst, ohne ans Laden zu denken, und dich ein höheres Gewicht nicht stört.

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Beispielmodell

Leicht und kabellos für Shooter: Logitech G PRO X SUPERLIGHT 2

Eine leichte, symmetrische Funkmaus mit Akku, die auf Shooter ausgelegt ist.

Verbindung
kabellos (LIGHTSPEED), Laden per USB-C
Sensor
HERO 2, bis zu 44.000 DPI
Abtastrate
bis zu 8 kHz
Gewicht
60 g
Tasten
5
Akkulaufzeit
bis zu 95 Stunden

Passt zu dir, wenn du vor allem Shooter spielst, eine symmetrische Form magst und wenige Tasten brauchst.

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Beispielmodell

Leicht und ergonomisch mit Kabel: Razer DeathAdder V3

Die kabelgebundene Version der DeathAdder V3 ist eine ergonomische Rechtshänder-Maus mit sehr niedrigem Gewicht.

Verbindung
kabelgebunden (Razer Speedflex-Kabel)
Sensor
Razer Focus Pro, bis zu 30.000 DPI
Abtastrate
bis zu 8000 Hz (Standard: 1000 Hz)
Gewicht
59 g
Tasten
6 programmierbare Tasten
Switches
optisch (3. Generation), Lebensdauer 90 Mio. Klicks

Passt zu dir, wenn du Rechtshänder bist, eine ergonomische Form bevorzugst und auf Akku und Funk verzichten kannst.

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Beispielmodell

Viele Tasten für MMO und Allround: Logitech G502 X (kabelgebunden)

Die G502 X setzt auf viele Bedienelemente und ein Mausrad, das zwischen Freilauf und Rastung umschaltet.

Verbindung
kabelgebunden
Sensor
HERO 25K, 100–25.600 DPI
Gewicht
89 g
Bedienelemente
13 programmierbar
Mausrad
umschaltbar (Freilauf/Rastung), nach links und rechts neigbar

Passt zu dir, wenn du viele Tasten für Makros, Items oder Fähigkeiten nutzen willst und das höhere Gewicht in Kauf nimmst.

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Die Modelle im Vergleich

Modell Verbindung Gewicht Tasten Max. DPI
Logitech G305 LIGHTSPEED kabellos 99 g 6 12.000
Logitech G PRO X SUPERLIGHT 2 kabellos 60 g 5 44.000
Razer DeathAdder V3 Kabel 59 g 6 30.000
Logitech G502 X Kabel 89 g 13 25.600

Alle Werte laut Hersteller. Die Maße der Mäuse findest du auf den Produktseiten der Hersteller – vergleiche sie mit deiner Handgröße.

Checkliste vor dem Kauf

Skizze einer Hand mit Messpfeil: Miss die Handlänge vom Handballen bis zur Spitze des Mittelfingers und vergleiche sie mit den Maßen, die die Hersteller angeben.
Handlänge messen: vom Handballen bis zur Spitze des Mittelfingers
  1. Welchen Griff nutzt du, und wie groß ist deine Hand?
  2. Rechtshänder oder Linkshänder – und wo sitzen die Seitentasten?
  3. Kabel oder Funk? Wenn Funk: Akku oder Batterie?
  4. Wie viele Tasten brauchst du wirklich?
  5. Gibt es einen Onboard-Speicher für deine Einstellungen?

Häufige Fragen

Wie viel DPI braucht eine Gaming-Maus?

Weniger, als die Datenblätter vermuten lassen. Entscheidend ist deine Gesamtempfindlichkeit aus DPI und Ingame-Sensitivity, nicht der Maximalwert des Sensors.

Ist eine kabellose Maus zum Zocken zu langsam?

Gaming-Funkmäuse mit eigenem USB-Empfänger sind genau dafür ausgelegt – Logitech gibt für LIGHTSPEED etwa 1 ms Reaktionszeit an. Bietet deine Maus zusätzlich Bluetooth, verbinde sie zum Spielen trotzdem über den mitgelieferten Empfänger.

Brauche ich 8000 Hz?

Nein. 1000 Hz ist der Standard und reicht den meisten Spielern. Höhere Abtastraten belasten den Prozessor stärker.

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